Eine stehende Surfwelle mitten in Freiburg, eine voll ausgestattete Küche im Seecontainer – die citywave® Freiburg verbindet urbanen Surfsport mit einem eigenständigen Gastronomiekonzept.
Sport und Gastro wurden hier zusammengedacht: kompakte Abläufe, eine klare Karte und eine Küche – konzipiert und eingebaut von Schafferer – die auf engem Raum effizient funktioniert. Wie aus einer Surfidee ein Standort mit professionell geplanter Containerküche wurde und welche Herausforderungen dabei zu meistern waren, darüber sprechen wir mit Inhaber Mario Gerlach.
Schafferer: Mario, wie entstand die Idee zur stehenden Welle in Freiburg?
Mario: Ich habe in München Wirtschaftsingenieurwesen studiert und danach überlegt, wie ich mich selbständig machen könnte. Die Eisbachwelle hat mich fasziniert und ich dachte: Es wäre cool, wenn es mehr von solchen Wellen gäbe und man mit einer kleinen Gastro was machen könnte.
Daraufhin habe ich mich dann lange mit künstlichen Wellen beschäftigt: Wie kann man Wellen generieren? Es gibt ein Riesenpotenzial, sehr viele Menschen wollen surfen und wer es einmal ausprobiert hat, will immer wieder aufs Wasser. Auf dem Surfpark-Summit 2016 ließ ich mich von der Euphorie anstecken.
Nach einer Europareise mit unserem ersten Kind dachte ich: Für immer zurück ins Büro möchte ich nicht, ich will meinem Traum nachgehen. 2022 gründete ich meine Firma – und das Projekt hier in Freiburg nahm Fahrt auf. Im Januar 2025 haben wir begonnen, die Anlage aufzubauen. Im April lief die Welle das erste Mal.
Schafferer: Und relativ schnell wurde klar, dass das Thema Gastronomie eine wichtige Rolle spielen wird?
Mario: Ja, dass wir dringend eine Küche brauchen, merkten wir nach kurzer Zeit. Wir wollten ursprünglich mit Foodtrucks zusammenarbeiten. Das passte aber einfach nicht. Also haben wir recht schnell das Thema „Küche“ auf den Planungstisch gebracht. Diese sollte in einen unserer Schiffscontainer gebaut werden. Und wir holten dafür Schafferer ins Boot.
Schafferer: Eine Küche im Schiffscontainer – das ist schon speziell. Was waren die größten Herausforderungen?
Mario: Es war in der Tat ein größeres Projekt (grinst). Damit die Küche von Schafferer eingebaut werden konnte, bauten wir den Container zunächst selbst aus und isolierten ihn. Dann kamen plötzlich Dinge auf, an die ich vorher nie gedacht hatte, vom Nassmüllkühler über den Fettabscheider bis hin zur kompletten Versorgungsinfrastruktur.
Die Planung und beratende Unterstützung von Schafferer ging danach glücklicherweise schnell voran, sodass wir bereits im Juli mit dem Kücheneinbau begonnen haben:
Ein Seecontainer ist lang, und wir konzipierten die Küche als Einbahnstraße. Durch die umfassende Beratung von Schafferer wurde klar, was alles möglich ist und auch nötig ist. Im vorderen Ausgabebereich sind Fritteuse, Kombidämpfer, Grillplatte, Herd und Saladette, alles kompakt verbaut. Im hinteren Bereich befindet sich die Geschirrückgabe und der Spülbereich mit großem Becken und einer Durchlaufspülmaschine.
Im September stand die Küche. In der Nacht vor der Deutschen Meisterschaft im Rapid Surfen, die bei uns stattfand, gingen die ersten Pommes aus der Küche raus. (lacht)
Schafferer: Von der Planung in den laufenden Betrieb – wie war dieser Schritt für euch als „Gastro-Laien“?
Mario: Von null auf hundert – das ist herausfordernd. Damit unser Gastrokonzept überschaubar ist, setzen wir auf klare Arbeitsanweisungen, eine saubere Kalkulation und strikte Ordnung.
Was die Planung der Küche anbelangt, waren wir durch Schafferer bestens beraten, was sehr viel Wert ist, wenn man Laie ist. Zudem haben wir uns in Frankfurt von einem Gastronom beraten lassen was Speisenauswahl, Zahlen und Logistikprozesse anbelangt. Unser Credo ist: so wenig wie mögliche Zutaten, dabei aber alles rausholen und dennoch vielfältig arbeiten. Wenige Produkte, kleine Karte – Steigerung ist immer möglich.
Das Learning bei allem ist: genau den Preis kalkulieren, welcher Wareneinsatz, welche Zusatzkosten kommen auf uns zu.
Schafferer: Was bedeutet dir persönlich die Kombination aus Surfen und Gastronomie?
Mario: Ich freue mich, wenn mehr Leute zu diesem Surfsport kommen – und wenn sie hier einfach eine gute Zeit haben. Ich selbst surfe hier oft, das ist mein Ausgleich. Man schaltet ab, ist absolut fokussiert – und kommt anders wieder raus.
Schafferer: Und was steht als Nächstes an?
Mario: Der Sommer kann kommen! Unser Eventkalender ist voll, vom Public Viewing bis zum morgendlichen Sunrise Surf. Auf jeden Fall sind wir bereit für unsere Gäste: Jung und Alt, ob mit sportlicher Betätigung oder nur zum Zuschauen oder Genießen. Für alle ist etwas dabei.