TableTop – Spielplatz der Inszenierungen
Ungebrochen inspiriert der skandinavische Lifestyle-Trend ‚hygge‘ Designer und Innenarchitekten zu Entwürfen, die ein kontraststarkes Outdoor-Feeling in das Ambiente von Gasträumen bringen. In diesem Sinne kreierten auch die Hersteller von Porzellan und Glaswaren eine Reihe von neuen Kollektionen, die das freie Spiel mit Farben, Materialien und Oberflächenstrukturen zur reizvollen Kombi-Kunst erhoben. Erwarte das Unerwartete – Expect the Unexpected. Vor einigen Jahren gelang bereits mit den ersten ‚Handcrafted‘ Geschirrserien der Brückenschlag zwischen Fine und Casual Dining, da der lässige Landhauscharme bei einem breiten Kundenspektrum sehr beliebt war. 2017 geht man einen Schritt weiter und inszeniert bewusst den gemeinsamen Auftritt von Gegensätzen: Elegant & Shabby, Rustikal & Glamourös, Weiß & Schwarz, Rund & Eckig. Und der Clou dabei: alternative Materialien. Porzellan tritt in Kombination mit Melamin, Holz, Metall, Steinzeug, Marmor und Schiefer auf. Trendsortimente im Baukastensystem machen es möglich, fordern zum mutigen Mix & Match auf, ohne einen Rundum-Austausch des vorhandenen Geschirrs vornehmen zu müssen. Alles dreht sich um die Überraschung in der Präsentation, um größtmögliche Aha-Effekte mit individuell dosierbarem Aufwand. Je nach Anlass, Zielgruppe oder Küchenspezialitäten. Faszinierten bereits die raue Haptik mit ihren fühlbaren Glasuren sowie die organischen, so kommen in diesem Jahr Table-Top-Linien hinzu, die mit auffälligem metallischen Glanz oder Edelmetalllegierungen in Gold, Silber und Bronze ein wahrer Augenschmaus sind und den kulinarischen Gaumenschmaus prachtvoll in Szene setzen. Die Trendkonsequenzen für Glas? Tumbler-Gläser reflektieren mit ihrem farbigen Spiegelglanz das Licht und setzen neue sinnliche Akzente an Tisch, Bar sowie Buffet. Oder im Kontrast dazu Kollektionen, die sich an die Bauhauskultur mit ihrem klaren, kubisch-geometrischen Design anlehnen und ungewohnte Optiken servieren. Insbesondere, wenn auch sie zum Beispiel eine unerwartete Liaison mit einem Teller eingehen, der – obwohl aus feinstem Porzellan – so wirkt, als sei er direkt aus einem Baumstamm geschnitten. Erwarte das Unerwartete – inklusive streichelzartes, seidenmattes Oberflächenrelief.
Jetzt ansehen
Naturküche – Vintage & Authentic Style
Einer der aktuellen Designtrends löste auch bei den Herstellern von Porzellan und Besteck kreative Höhenflüge aus. Der so genannte Vintage oder Authentic Style knüpft an die Wiederentdeckung der Ursprünglichkeit und Natürlichkeit an. Noch nie standen in neu eröffneten Betrieben innenarchitektonisch grobe Strick- und Leinenstoffe, Felle, Teppiche, Eisen sowie derbes, gekalktes Holz derart hoch im Kurs. Dazu unverfälschte, authentische Speisen und Gerichte, die hochwertige Zutaten, gerne in Bio-Qualität, in den Mittelpunkt stellen. Eine handwerkliche Naturküche, serviert auf Geschirrserien, die eine völlig ungewohnte Haptik durch Oberflächenveränderungen mit sich bringen. Fühlbare Glasuren in matt oder strukturiert mit zum Teil sogar rauer Betonoptik und zur Betonung der Rustikalität glänzende Porzellanakzente in Naturtönen. Perfekte keramische Täuscher, die jedes Stück wie ein handgefertigtes Unikat des Töpferhandwerks wirken lassen. Tatsächlich gehen die Effekte eines oberflächenempfindlichen Keramikgeschirrs jedoch mit den robusten Eigenschaften eines profigastronomischen Hartporzellans einher. Der lässige Landhauscharme macht die neuen Serien bei einem breiten Kundenspektrum beliebt – von Fast Casual bis Gourmet-Niveau. Denn diese lassen sich auch mit Basisgeschirrserien akzentuiert auf spannende Art und Weise und individuell passend zum gastronomischen Konzept kombinieren. Die Trendkonsequenzen für Besteck? Auch hier kommen Oberflächen stärker gestaltet daher. Bedampft, gesandstrahlt, gehämmert – fast schon lüsterartige Üppigkeit und kupferfarbene oder anthrazitfarbene Metalle, wie man sie in früheren Jahrhunderten auf den Tisch legte.
Jetzt ansehen
Kreative Liaison – Beständigkeit und Flexibilität
Wer bei seinen Gästen auf der Beliebtheitsskala kulinarisch weit oben stehen möchte, setzt auf den aktuellen Food-Trend, bewährte, traditionsreiche Spezialitäten mit Neuem flexibel zu kombinieren. Crossover oder Fusion Küche, die immer für eine Überraschung gut ist und für Gaumenkitzel sorgt. Entsprechend greifen Porzellanhersteller diese Liaison aus Beständigkeit und Flexibilität auf und bieten Basisserien in puristischen Formen, die bei Bedarf mit geringem Aufwand verändert oder aufgepeppt werden können. Ohne kostspieligen Komplettaustausch der vorhandenen Table Top-Ausstattung. Im Baukastensystem entwickelte man eine Fülle einzelner Formen und facettenreiche Highlight-Elemente, die mit dem Basissortiment Hand in Hand gehen und zum mutigen Mix auffordern. Zweifelsohne eine clevere Antwort auf die vermehrte Nachfrage nach multifunktionalen Lösungen für Table-Top-Neugestaltungen, denn dank reduzierter Formensprache sind die Kollektionen vielseitig einsetzbar, lassen sich an unterschiedliche Ambiente anpassen sowie für diverse Anlässe konfigurieren. Dazu gehört auch das Spiel mit Proportionen, wie man es aus den USA kennt. Zum Beispiel 29er Teller in tief und flach, dazu unterschiedliche Fahnen in steil, breit oder schmal. Oder der Trend zum tiefen Teller, der ohne Fahne als Coupversion die Speisenpräsentationen attraktiv erweitert. Als bahnbrechende Erweiterung in punkto Material zeigt sich das neue Hartporzellan ‚Noble China‘, das mit seiner Eigenschaft extrem dünner Ausformbarkeit und seinem weichen Farbton Bone White im Moment für filigrane, elegante Serien genutzt wird. Entgegen aller optischen Anmut setzt es jedoch noch nie dagewesene Standards bei Kantenschlagfestigkeit sowie Oberflächenhärte. Und damit kann es der stetig wachsenden Forderung nach multifunktionaler Nutzbarkeit für die Kreation künftiger Geschirrserien kompatibel Rechnung tragen.
Jetzt ansehen